Jugendpartizipation

Partizipationsstufenmodell

Partizipationsstufenmodell (für größere Ansicht auf das Bild klicken) © Stefan Burkhardt

Köln erhält das Siegel "Kinder- und Jugendfreundliche Stadt". Jugendrechte werden laut aktuellem Koalitionsvertrag im Grundgesetz verankert und gesellschaftliche und politische Bildung von Jugendlichen soll gestärkt werden.

Das alles sind gute Voraussetzungen, damit das Jugendpartizipationsprojekt "frank und frei" von junge Stadt Köln weiter wachsen kann in den nächsten Jahren. Ein Jahr sind wir jetzt aktiv und haben viele Erfahrungen gesammelt.

Für uns steht immer die Frage in der Mitte: Was heißt eigentlich "echte" Partizipation? Das Stufenmodell der Partizipation gibt darauf eine Antwort und beruhigt ein wenig. Mitmachen, sich beteiligen hat verschiedene Ausprägungen. Das muss uns Erwachsenen, die wir Rahmenbedingungen für Beteiligung schaffen, bewusst sein. Das sollte aber auch den in Projekten teilnehmenden Jugendlichen bewusst sein.
"frank und frei" steht dafür, dass Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren möglichst ihre eigenen Ideen einer Gruppe präsentieren und dann selbstständig umsetzen können. So geschieht das beim Legorampenprojekt.

Es werden aber auch Mitmachmöglichkeiten angeboten, in den Jugendliche "nur" nach ihrer Meinung befragt werden und Vorschläge machen dürfen. So geschehen bei zwei Begegnungen mit Vertretern der Stadt Köln, bei denen "frank und frei"-Teilnehmende ihre Meinung äußern durften zu Plakatgestaltungsentwürfen für das neue Jugendbüro sowie die Kölner Jugendbefragung 2018.

Ich finde diese Begegnungen sehr wertvoll und würde das auf Stufe 4 des Partizipationsstufenmodells einordnen. Erwachsene haben gefragt, sind durch die Gespräche eingetaucht in die Lebenswelt der Jugendlichen. Jugendliche haben Feedback gegeben. Jede dieser Begegnungen fördert das Verständnis für gegenseitige Positionen und Meinungen.

Lasst uns immer wieder einen Blick auf das Stufenmodell werfen und immer kritisch hinterfragen, welche Rahmenbedingungen für Beteiligung wir schaffen. Jugendliche sollten meiner Meinung nach mehr den Mut haben, noch mehr Initiative zu ergreifen, damit sie selbstständig ihre junge Stadt Köln gestalten können.

Auf ein weiteres Jahr "frank und frei"! Wir freuen uns auf viele Begegnungen und Beteiligungsmöglichkeiten.

Frank Liffers, Projektleitung

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