Freizeit

Die Führung der gelben Nasen

Johanna Kasischke · 12.04.2018

Die Kamelienblüte in der Kölner Flora

Bei eisigen Temperaturen an einem Samstagvormittag Ende Februar hatte die Kölner Regionalgruppe von PRO RETINA das Vergnügen einer Flora-Führung durc h den Gartendirektor Dr. Stephan Anhalt. Der Hauptbestandteil dieser Führung war die Kamelien-Ausstellung. Später wurden noch die 750.000 Krokusse gezeigt. Wunderschön!

In der Flora befindet sich Deutschlands größte Kameliensammlung. Nicht zuletzt deswegen hat die Flora jährlich über 1,5 Millionen Besucher. Zu Beginn der Führung gab es viele Informationen über die Entstehung der Flora und des Botanischen Gartens.

Im Subtropen-Schauhaus blühen zu dieser Jahreszeit die Kamelien in voller Pracht. Erstaunen gab es über diese Tatsache: Die Teepflanze (Camellia sinensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kamelien (Camellia) innerhalb der Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae). Die Pflanze ist in Ostasien beheimatet. Aus den Pflanzenteilen wird echter Tee gewonnen.


Johanna Kasischke (links) bei der Führung mit Gartendirektor Dr. Stephan Anhalt.

Während der Führung haben wir viel über die Herkunft der Blume erfahren und durften die Kamelienvielfalt bestaunen. Diese Vielzahl verschiedener Blütenfarben und -formen entsteht durch Mutationen in den Züchtungen. So gibt es rote, weiße und rosa gepunktete Blüten. Zurzeit wird versucht eine Kamelie mit gelber Blüte zu züchten.

Herr Anhalt hat die Blumen immer wieder mit präzisen Beschreibungen umschrieben. Viele der Blüten durften wir auch anfassen. Das Riechen an den Blüten verursachte bei vielen Teilnehmenden durch den Blütenstaub gelbe Nasen.

Zu guter Letzt sind wir durch den Kamelienwald im Außenbereich , in dem leider keine Blumen blühten , in den Botanischen Garten gegangen. Dort blühen jedes Jahr eine dreiviertel Million Krokusse. Ein wunderschönes Bild. Auch hier haben wir wieder viel über den Botanischen Garten, die Entstehung und auch über die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten der Gewächsschauhäuser erfahren.

Die zwei Stunden der Führung waren im Nu vorbei durch die aufschlussreichen Erklärungen des Experten und die Gespräche innerhalb der Gruppe.

Informationen zu Öffnungszeiten und Barrierefreiheit gibt es bei der Stadt Köln.

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