Freizeit

Wer zockt wie viel?

Marion May · 25.08.2016

Foto: pexels

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Wer zockt wie viel? Eine Studie hat das Gamingverhalten und die Trends 2016 untersucht. Wieder spielen mehr Menschen als im Vorjahr und die Tendenz bleibt steigend. Das motiviert die Wirtschaft weiter zu investieren und ein noch breiteres Angebot an Spielen zu entwickeln.

Gerade war gamescom. Ein guter Anlass für den Digitalverband Bitkom, sich in einer repräsentativen Befragung mal anzusehen, wie welche Altersgruppe mit Games umgeht. „Gaming hat sich hierzulande auf einem hohen Niveau etabliert“, sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Martin Börner im Vorfeld der Spielemesse, als er die Ergebnisse der Studie vorgestellt hat.

Wenig überraschend: 71 Prozent der 14- bis 29-Jährigen spielen regelmäßig. Und 61Prozent derer, die noch nicht spielen, können es sich zumindest vorstellen. Damit hängt diese Altersgruppe die Älteren klar ab: Bei den 30- bis 49-Jährigen spielen 60 Prozent. Von den 50- bis 64-Jährigen spielt jeder Fünfte (21 Prozent) und in der Generation 65-Plus immerhin jeder Achte (12 Prozent).

Mobile Gaming ist im Kommen

Mobilgeräte sind als Gaming-Plattform besonders beliebt. 85 Prozent der Gamer spielen auf dem Smartphone. Direkt danach punkten mit 67 Prozent der stationäre PC und mit 59 Prozent der Klassiker: die stationäre Spielkonsole.

© bitkom

Großes Potential für Virtual Reality im Gaming

Wenn da nicht der noch hohe Preis wäre... 39 Prozent der Gamer in Deutschland, also 20 Millionen potenzielle Käufer, wünschen sich eine Virtual-Reality-Brille. Gerade Flugsimulationen oder Fanstasy- und Rollenspielen sehen damit einem neuen Level in der Spieleentwicklung entgegen.

Let´s play und Twitch

17 Prozent der Gamer schauen auch gerne zu: „Let’s-Play“-Videos, Twitch, Ustream oder Hitbox sind Dinge, die Gamer sich zur Entspannung ansehen.

Fazit

Auch, wenn die Ergebnisse nicht wirklich überraschen: Die Studie zeigt schwarz auf weiß, dass Gaming ein großer Trend ist. Das motiviert die Wirtschaft weiter zu investieren und ein noch breiteres Angebot an Spielen zu entwickeln. Mittlerweile gibt es Spiele für jeden Geschmack, Spiele, die nicht nur Männer, sondern auch Frauen ansprechen. Vor allem die Nachfrage nach Indie-Games und künstlerisch ästhetischen Spielen steigt.

Neue Entwicklungen wie Pokémon Go locken auch Menschen an, die vorher mit Gaming nichts am Hut hatten. Und das wiederum trägt dazu bei, dass Vorurteile und klischeebehaftete Vorstellungen, die nichts mit der Vielfalt von Computerspielen zu tun haben, abgebaut werden.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.247 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 517 Gamer. Die Umfrage ist repräsentativ.

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