Gesellschaft

Probier‘s doch mal vegetarisch!

Enting Zhang/Antonia Mörsdorf/Julia Groß (k50-Redakteure) · 18.12.2015

Das schmeckt: Antonia Mörsdorf und Enting Zhang lieben Veggie-Burger. © Zang/Mörsdorf/Groß

Das schmeckt: Antonia Mörsdorf und Enting Zhang lieben Veggie-Burger. © Zang/Mörsdorf/Groß

Das Pick a Pea in der Lindenstraße in Köln ist ein Laden extra für Bio Fastfood. Wer jetzt glaubt, dass diese Kombination nicht geht, hat (zum Glück) Unrecht.

Denn Fastfood bedeutet wörtlich übersetzt ja nur „schnelles Essen“ und muss demnach nicht unbedingt gleich Junkfood, also „minderwertiges Essen“, sein.

Für das Bio Fastfood im Pick a Pea und auch für die vielen anderen Restaurants dieser Art, bedeutet das im Vergleich zu den herkömmlichen Fastfood-Geschäften, dass alle Angebote mit dem EU weiten Bio-Siegel ausgezeichnet sind. Dieses Zeichen steht laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für eine „ökologische Produktion und artgerechte Tierhaltung“, wobei der Einsatz von Gentechnik untersagt sei. Gesundes Fastfood? Klingt ja schon mal super.

Verzicht auf Fleisch und trotzdem gutes Geschmackserlebnis

Viele verbinden mit dem Verzicht auf Fleisch automatisch den Verzicht auf das gute Geschmackserlebnis, was wir im Selbstversuch mal direkt getestet haben. Unser Fazit: Im Pick a Pea ist es sogar für passierte Fleisch-Liebhaber möglich, sich einzugestehen: „Ja, so könnte ich auch Vegetarier sein.“ Wir haben uns, ganz bescheiden, für verschiedene „Veggie“-Burger entschieden und in Kombination mit einem der Bio-Getränke eine komplette, gesunde Mahlzeit für einen mehr als anständigen Preis bekommen.

Bei der großen Auswahl in Köln an Fastfood in vegetarischer oder veganer Form sollte wirklich für jeden etwas dabei sein. Und obendrauf noch kostenlos ein gutes Gewissen: Wenn man sich nämlich mal die Konsequenzen eines übermäßigen Fleischkonsums vor Augen hält wie ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, Arteriosklerose (Verstopfung der Blutgefäße) sowie Antibiotikaresistenz, dann kann man es sich mit seinem Bio-Veggie-Burger gleich doppelt gut gehen lassen!

Bio ist ≠ vegetarisch und vegetarisch ≠ Öko

Auch wenn Leute durch neue Medien wie Youtube, Tumblr und Co. neuen Ernährungsformen wie dem Vegetarismus immer offener gegenüber stehen, bedeutet das nicht, dass alle bereit sind, ihre Ernährung umzustellen. Die meisten stellen sich das sehr viel schwieriger vor als es ist.

Wenn man sich seinem Gegenüber als Vegetarier „outet“ hat jeder schon mal den Satz gehört: „Das könnte ich nicht!“ Dabei hat das absolut gar nichts mit Können oder Talent zu tun, sondern es geht dabei um den Willen und die Entscheidung, etwas für sich selbst zu ändern. Und seht es doch einmal so: Der Mensch ist der einzige Konsument in der Nahrungskette, der sich seine Ernährung bewusst aussuchen kann und der biologisch betrachtet auch wirklich die Möglichkeiten dazu hat.

Den Blickwinkel auf die Welt ändern

Wenn man sich entschieden haben sollte, etwas an der eigenen Ernährung zu verändern, dann ist das schon mal ein Riesenfortschritt. Es geht nämlich nicht darum, alleine die Welt zu verbessern, sondern mit einer bewussten (und damit meinen wir nicht nur vegetarischen) Ernährung den eigenen Blickwinkel auf die Welt zu ändern. Und als Gewohnheitstier „Mensch“ auch mal Alternativen auszuprobieren. Und damit ganz automatisch zu einem abwechslungsreicheren und ausgewogenen gesünderen Lebensstil zu kommen. Und ganz nebenbei auch noch ein gutes Gewissen zu haben.

Nach der Entscheidung kommt die Umsetzung - und immer wieder die Frage „Vermisst du es nicht manchmal, in ein großes saftiges Steak zu beißen?“ Das kann man nach einer Zeit ganz klar mit „Nein“ beantworten, denn irgendwann vergisst wirklich man den Geschmack. Versprochen!

Und jetzt kommen unsere Kölner Veggi-Restaurant-Tipps ...

Tags: Gastro

Kategorien: Freizeit , Gesellschaft