Kunst/Literatur & Co.

My Name is Khan

Saloua Boulahrouz · 24.08.2017

Bollywood erzählt die Geschichte eines Muslims in den USA nach 9/11.

In den Vereinigten Staaten von Amerika findet der indische Moslem Rizvan Khan – ein kluger und gläubiger Mann mit Asperger-Syndrom ­– seine Liebe: die wunderschöne, alleinerziehende Mutter und Hindu Mandira. Damit treffen nicht nur zwei Menschen aufeinander, sondern auch zwei unterschiedliche Lebensweisen und Religionen. Was sie verbindet, ist ihre starke Liebe zueinander.

Nach den Anschlägen vom 11. September schlägt die Stimmung im Land radikal um. Das Leben von Rizvan Khan und das seiner Familie ändert sich und es kommt zu Konflikten. Auch das Familienglück gerät ganz plötzlich aus den Fugen. Rizvan Khan begibt sich auf eine mutige Reise quer durch Amerika und möchte den Präsidenten höchstpersönlich eine Nachricht überbringen. Auf seiner Reise trifft er Menschen, die von dem friedfertigen und einfühlsamen Khan gerührt sind und ihm wünschen, dass er sein Ziel, den Präsidenten zu treffen, erreicht, um die Worte sprechen zu dürfen: „Mein Name ist Khan und ich bin kein Terrorist“. „My Name Is Khan“ ist ein indischer Bollywood-Film, der bei der Berlinale 2010 Premiere hatte.

Behinderung, Religion und Herkunft

Dieser Film hat mich zutiefst berührt und alle Emotionen in mir geweckt. Der Film zeigt viele Facetten und auch die Figur Rizvan Khan verzaubert jedes Publikum mit ihren witzigen und amüsanten Szenen. Allerdings habe ich auch so manche Tränen vergießen müssen. Vor allem finde ich es schön, wie der Film die Themen Behinderung sowie Religion und Herkunft mit allen Vor- und Nachteilen thematisiert. Wie tief sind eigentlich die Vorurteile in uns geprägt und inwiefern beeinflussen uns traumatische sowie schreckliche Ereignisse?!

Also: Schön anzuschauen und sehr empfehlenswert, vor allem, weil man viel aus dem Film mitnehmen kann. Zusätzlich möchte ich noch sagen, dass die Geschichte derzeitig sehr passend ist und die aktuelle Lage aufgreift.

 

Die Figur Rizvan Khan hat das Asperger-Syndrom, eine relativ milde Form von Autismus. Er kann nicht lügen, nimmt alles wörtlich, versteht keine Ironie, kann seine Gefühle nur bedingt zeigen und kann sich in etwas, was andere denken oder meinen, nicht hineinversetzen. Körperlichen Kontakt kann er nur sehr bedingt zulassen (Wikipedia).

My Name is Khan
Indien, 2010
155 Min.
Regie: Karan Johar
Drehbuch: Shibani Bathija, Niranjan Iyengar

Tags: Film

Kategorien: Kunst/Literatur & Co.